
Staub, Morast, Sonne und Regen
das ist der Weg nach Santiago
Tausende von Pilgern
und mehr als tausend Jahre
Pilger, wer ruft dich?
Welch verborgene Kraft zieht dich an?
Weder das Sternenfeld
noch die großen Kathedralen.
Es ist weder die große Wildheit Navarras
noch der Wein der Riojaner
weder die galizischen Meeresfrüchte
noch die kastilischen Felder.
Pilger, wer ruft dich?
Welche verborgene Kraft zieht dich an?
Weder die Leute, die am Weg wohnen,
noch die ländlichen Bräuche.

All dies sehe ich zwar im Vorbeigehen,
und es ist ein Genuss all dies zu sehen,
aber die Stimme, die mich ruft,
die spüre ich viel tiefer.
Die Kraft, die mich vorantreibt,
die Kraft, die mich anzieht,
die kann ich mir nicht einmal selbst erklären.
Das weiß nur der Allmächtige!
Pilgern anschaulich
Bilder von zurückliegenden Pilgerwegen
finden Sie hier

Pilgerinfo
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was sie wissen müssen.
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Auf dem Weg...
Jugendliche und Erwachsene gemeinsam unterwegs
Ziele
Unterbrechung des Alltäglichen; eigene Grenzen entdecken; einfaches Leben üben; der Sinnfrage nachgehen; der Sehnsucht nach Gotteserfahrung Raum geben; Gottes erlebte Kraft feiern...
Auf dem Weg
Die Teilnehmenden (TN) sind im Alter von 15-75 Jahren. Es sind 50 Männer und Frauen, Berufstätige, Auszubildende, Rentner, Hausfrauen, Schüler und Studenten. Es sind evangelische, katholische oder Konfessionslose. Sie kommen zum größten Teil aus Baunatal und Umgebung, aber auch aus Adelmannsfelden, Dortmund, Halle, Hamburg, Hofgeismar, Köln, Marburg, München, Schwerin, Tübingen, Uffenheim, Wolfsburg, u. a.
Die TN legen in 13 Tagen etwa 300 km zu Fuß zurück. Sie schlafen in Gemeindehäusern und Kirchen. Sie werden unterwegs von den Gemeinden beherbergt. Sie hören als Einstimmung in den Tag Worte aus der Bibel, erfahren etwas zu unterschiedlichen Themen wie »Familie«, »Fremd sein«, »eigene Grenzen erfahren«, »den Körper bewusst wahrnehmen«, »sich der eigenen Vorbilder erinnern« »Vater unser« »Perlen des Glaubens« und denken über ihre eigenen Träume und Verwundungen nach... Sie gehen schweigend, tauschen sich aus und feiern Abend für Abend einen Dankgottesdienst mit Abendmahl.
Planung und Organisation
Zur Vorbereitung muss die Strecke erkundet, Quartiere gesichtet und ausgemacht werden. Ein Team zusammengestellt und die Finanzierung gesichert sein. Erklärtes Ziel ist es, einen generationsübergreifenden Pilgerweg zu organisieren.
Materieller Aufwand und Refinanzierung
Neben zwei Einladungen gibt es ein Textheft mit Liedern, Psalmen, Gebeten, einer Abendmahlsliturgie und Texten zu den Themen. Die Finanzierung wird durch einen Zuschuss der Landeskirche sowie durch TN-Beiträge gesichert. Auch rechnen einige Gemeinden ihre Verpflegungskosten nicht in vollem Umfang ab.
Ergebnisse und Konsequenzen der Aktion
Menschen unterschiedlichsten Alters und verschiedenster Prägung leben für eine begrenzte Zeit auf engstem Raum mit einfachsten Mitteln zusammen. Nach dem Motto: »Einfach leben, ist nicht einfach«, lernen sie sich auf vielerlei Weise kennen, üben Verständnis und Rücksichtnahme und finden so zu einer lebendigen Gemeinschaft. Unterwegs treffen Sie in den verschiedenen Gemeinden auf ebenso offene wie gastfreundliche Menschen, die gerne mit Ihnen ihre abendlichen Gottesdienste feiern. Bei dieser Aktion kommen sich Menschen auf besondere Weise nahe, teilen ihre Ängste und Sehnsüchte miteinander, hören von Glaubenserfahrungen anderer und gewinnen neuen Mut für ihr Leben... Zuhause sind diese Erfahrungen Motivation für ein verändertes Leben bzw. weitere Aktionen.