Filme machen in der Kirche
Filme Machen, da denkt man erst mal an große schauspielerische Leistung. Aber das muss nicht immer sein, wir vom Filmclub haben uns gedacht, warum immer nur Filme sehen, man kann ja auch mal einen machen! Das hört sich erst mal einfach an aber wenn man dann mal darüber nachdenkt ist es doch nicht allzu einfach. Denn man muss erst mal sehen was für eine Art von Film entscheiden, wir haben uns für einen Zeichentrickfilm entschieden aber nicht so wie es die Profis machen indem sie jedes Bild einzeln zeichnen. Wir haben uns es einfacher gemacht indem wir aus unseren Kindertagen die Legosachen rausgekramt haben. Aus diesen haben wir dann Kulissen und Autos sowie die Menschen.
Vorher aber mussten wir erst mal eine Story entwickel wie unser Film ablaufen sollte. Diese Story haben wir am ersten Treffen in den Ferien gemacht und das ist nicht so leicht, denn man kann ja nicht alles mit Lego realisieren wie zum Beispiel ausgefallenen Gesichtszüge oder Sprache. Das alles muss man berücksichtigen und dann ist folgende Story herausgekommen:
Bankräuber sitzen am Tisch und planen den Überfall (Sprechblasen mit $ und Bank). Sie fahren mit dem Auto von ihrem Haus los. Sie kommen an der Bank an. Zwei gehen hinein und einer bleibt im Wagen. Sie kommen wieder raus mit Taschen und springen in den Wagen und der Alarm der Bank geht los. Polizei fährt von der Wachen, mit Autos los. Sie holen die Räuber ein und rammen sie 2-3-mal und alle haben eine große Karambolage. Von der Polizei werden Rettungs- und Bergungsfahrzeuge alarmiert. Diese treffen an der Unfallstelle ein und beginnen mit der Bergung. Die Räuber werden von der Polizei verhaftet.
Nachdem wir die Story auf das Papier gebracht hatten, haben wir uns überlegt was wir für Gegenstände brauchen, wie z.B. Häuser, Autos und einen Drehort. Letzteres haben wir auch gleich noch am ersten Treffen gemalt. Der Drehort bestand aus einem Straßennetz und grüner Wiese.
Zu Hause haben wir dann nach unseren Lego Sachen gesucht und geschaut was man davon brauchen kann.
Am zweiten Treffen haben wir dann mal gesehen was wir schon alles von zu Hause mitgebracht hatten und wie wir es verwenden können.
Wir haben dann noch zwei Häuser gebaut und verschiedene Autos. Nachdem wir damit fertig, haben wir einige Kameraeinstellungen getestet.
Am dritten Treffen haben wir dann mit dem „drehen“ begonnen. Das stellt man sich einfach vor einfach Foto machen und Figuren weiterrücken, dies ist aber nicht so. Man muss erst mal die richtige Position der Kamera ausmachen und sie dann nichtmehr verrücken für die eine Szene und diese eine Szene kann bis zu 50 Bilder beinhalten. In dieser Zeit die Kamera still zu halten ist sehr schwer.
Das ist allerdings nicht das einzige, das man beachten muss. Man muss auch darauf achten, dass man beim Weiterrücken der Figuren sie nicht zu weit rückt, denn sonst sind das zu große Sprünge die man am Ende im Film sieht.
Wir haben aber alle Probleme, die wir hatten, gelöst und die ca. 500 Bilder in nicht einmal 2 ½ Stunde gemacht aber danach waren wir dann auch fertig und mussten nach Hause.
Am vierten Treffen haben wir dann nochmal drei Stunden am PC verbracht und die Bilder aneinandergefügt. Nachdem der Grundfilm fertig war haben wir noch mehrere Bilder bearbeitet und z.B. Sprechblasen eingefügt.
Anschließend haben wir dann noch den Vor- und Nachspann eingefügt und bearbeitet. Dabei ist uns aufgefallen, dass wir uns garkeinen Titel für den Film überlegt hatten. Aber das war dann dank eines Kommentares von Martin schnell erledigt.
Der Titel bedeutet soviel wie: „Nicht immer das machen was andere auch dir sagen, daas du es machen sollst und andere nicht immer zu Insider machen, sodass sie alle verstehen über was man redet.“
Wie gesagt, wir haben den Titel erst hinterher eingefügt und sind daher nicht so explizit darauf eingegangen.
So, das war so der grobe Bericht, was wir in den Herbstferien gemacht haben. Den Film haben wir, nachdem er fertig war, in unserer Runde angesehen.
Damit ihn aber mehr Leute sehen können haben wir ihn auf unserem Kirchenfest am 19.10.08 präsentiert und die, die ihn sahen, waren voll begeistert.
Es hat sich auch noch eine andere Personen aus dem Filmprojekt ihre Gedanken und den Ablauf gemacht, dieser Text kommt nun:
Text von Martin S.:
Als mir Benedikt davon erzählt hat, fand ich die Idee, selbst einen Film zu drehen, ganz gut.
Am ersten Treffen haben wir uns erst einmal überlegt, wie wir den Film drehen wollen und wie die Handlung aussehen soll. Dabei kamen wir dann schnell auf LEGO, da wir vor ein paar Jahren schon mal einen Film gemacht haben. Damals war das Thema Arktis, aber egal. Jedenfalls haben wir es damals auch mit LEGO gemacht. Und weil der Film so gut geworden ist, haben wir es diesmal wieder mit LEGO gearbeitet.
Nach kurzem kreativem Brainstorming, hatten wir dann ein Grundkonzept: Banküberfall mit Verfolgungsjagt. Ein nahezu revolutionäres Drehbuch, das es so in der Filmgeschichte ja praktisch nie gegeben hat.
Nachdem wir uns also Stundenlang überlegt haben, worum es geht, haben wir den Drehort gemalt. Also Straßen und Wiesen.
Am zweiten Treffen haben wir dann die Kulissen gebaut. Also fertig gemalt und mit LEGO, Häuser und Autos gebaut und dann ging es los mit den Dreharbeiten.
Am dritten Treffen haben wir dann die ganzen Fotos gemacht: immer Foto knipsen und Figuren vorrücken, dann wieder Foto knipsen und wieder Figuren vorrücken.
Da das Filmen, wie ihr gemerkt habt, ne ziemlich eintönige Arbeit ist, haben wir uns zwischendurch ein paar lustige Kurzfilme und Präsentationen angesehen. Nachdem wir dann endlich alle Bilder gemacht haben, war die Zeit auch schon um.
Am vierten Treffen haben wir dann die Nachbearbeitung am PC gemacht, in der wir dann Sprechblasen und Musik und natürlich richtige Soundeffekte, wie die Alarmanlage der Bank eingefügt.
Diese Nachbearbeitung hat auch nochmal ganz schön viel Arbeit gemacht und hat nochmal so lang gedauert, wie das knipsen der Fotos.
Wer wissen will, wie der Film heißt und wie er aussieht, der kommt einfach zu uns in den Filmclub.
Und dies ist der Link unter dem man den Film sehen kann:
http://de.youtube.com/watch?v=cjbHQV90350