

HNA vom 15.01.12
Farbenpracht im Gotteshaus
Baunatal. „Ich wünsche mir für 2012, dass wir unsere Schwachheit nicht verbergen, sondern sie als Möglichkeit sehen, Gott zu begegnen“, sagte Pfarrer Günter Törner beim Neujahrsempfang in der Gethsemanekirche. Anschließend wurde die Ausstellung „Die Schöpfung“ in dem Gotteshaus eröffnet.
Etwa 80 Gäste kamen zu der Doppelveranstaltung, zu der die evangelische Kirchengemeine Baunatal-Mitte geladen hatte. Bevor die Kunst in den Mittelpunkt rückte, zog Pfarrer Törner eine Bilanz des vergangenen Jahres und blickte erwartungsvoll auf das Jahr 2012. (pth)

HNA 10.01.2012
Messe und Schau zur „Konfer"
Kirchengemeinden bitten um Mithilfe
BAUNATAL. Die Konfirmation - ein besonderes Ereignis für, junge Menschen wichtig für die Kirche, aber auch Anlass zu Konsum. In diesem Spannungsfeld bewegt sich ein Projekt Baunataler Kirchengemeinden, das aus einer Ausstellung im Rathaus, einer Konfirmationsmesse in der Stadthalle und einem Plakatwettbewerb besteht.
Sie bitten zugleich die Bürger um Hilfe beim Bestücken der Ausstellung, die vom 27. Februar bis 14. April im Baunataler Rathausfoyer läuft. Dafür suchen die Kirchengemeinden Altenritte-Großenritte und Baunatal-Mitte als Veranstalter Urkunden, Fotos, Geschenke, Geschichten und Bräuche aus vergangenen Jahrzehnten zum Thema „Konfer", wie junge Leute gern sagen.
Bei -einer Konfirmationsmesse am 25. März soll es um die theoretische Basis der Konfirmation, aber auch zumeist um Praktisches gehen - von Theater bis Modenschau. (ing)

HNA vom 21.12.11
Licht verbindet Menschen
Dass eine kleine Flamme Grenzen, Nationen, Religionen und Kulturen überwinden kann, beweist das Friedenslicht aus Bethlehem. In Jesus’ Geburtsgrotte entzündet, wird es jedes Jahr kurz vor Weihnachten nach Wien geflogen und von dort von Pfadfindern in ganz Europa an verschiedene Gruppen und Gemeinden verteilt.
Initiiert wurde die Friedenslichtaktion vom ORF und verschiedenen Pfadfinderstellen. Das Motto dieses Jahr lautet: „Licht verbindet Völker“. Auch in Baunatal wurde die Flamme weitergegeben.
Im Rahmen der Adventsandacht in der Gethsemanekirche am Montagabend verteilten die Mitglieder der Johanniter-Jugend Baunatal, die auch die Andacht gestaltet hatten, das Friedenslicht an die rund 80 Besucher.

HNA 4.10.11
Pfarrer begeisterten mit Komödie
in Altenbaunaer Gethsemane-Kirche
Baunatal. Aus dem Altar ragen Lüftungsrohre, auf dem Tisch flackert ein altersschwacher Fernseher vor sich hin. Fußballbilder prangen an der Wand, schlüpfrige Fotos dazu.
Männerfreunde unter sich: Eroll (Pfarrer Matthias Risch, (Dritter von links) zeigt seinen Kumpels Lars (Pfarrer Peter Leppin, von links), Mario (Pfarrer Wilfried Ullrich) und Helmut (Pfarrer Günter Törner) die Reizwäsche seiner Frau.


HNA vom 14.06.11
Vertreibung aus dem Paradies
Jugendliche erlebten in Gethsemane-Kirche einen etwas anderen Gottesdienst mit Fest
Von Peter Dilling
Baunatal Am Altar der Gethsemane-Kirche entspannen sich zwei Jugendliche auf Liegen unter dem Marktschirm und sinnieren über die anstrengende Klausuren-Woche in der Schule. Die Niestetaler Jugendband „Believe in you“ spielt den Pop-Ohrwurm „California here we come“, auf der Altarwand steht: Sommer, Sonne, Sonnenschein. Junge Leute und einige Erwachsene sitzen nicht auf Kirchenbänken, sondern im Kreis auf Pappkartons.
Baunatal. Januar – Zeit der Neujahrsempfänge.
Stellvertretend für viele weitere Treffen mit Rückschau und Ausblick schauten wir in der evangelischen Kirchengemeinde Baunatal-Mitte vorbei, wo Pfarrer Günter Törner den Abend zu einem großen Lob des freiwilligen Engagements nutzte.


Den Glauben entdecken
BAU NATAL. Wer eine kirchliche Ausstellung besucht, erwartet Texte, Bilder und viele Informationen. Bei der Schau, die seit Sonntag in der Baunataler Gethsemanekirche zu sehen ist, ist jedoch alles anders. Dort geht es ums Erleben, ums Zuhören, ums Ausprobieren.
Credoweg - so lautet der Titel der ungewöhnlichen Ausstellung, die Pfarrer Günter Törner in seine Kirchengemeinde geholt hat. „Ich habe sie beim Kirchentag erlebt und fand das spielerische Konzept toll", sagt er. Die Besucher des Gemeindefests, das am Sonntag stattfand, sehen das sicher genauso. Denn sie waren die Ersten, die die 21 Stationen ausprobieren durften.
„Die Ausstellung soll zum Nachdenken anregen", erklärt Alessandro Cocca. Der Konfirmand war an der Vorbereitung der Ausstellung beteiligt und kennt sich an den einzelnen Stationen bestens aus. Überall erwarten die Besucher interessante Aufgaben. Sie müssen geometrische Figuren aus Streichhölzern legen, Quadrate zählen und Fragen zu verschiedene Religionen beantworten. Wichtig: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Vielmehr geht es darum, den eigenen Glauben, zu reflektieren.

Super Party
BAUNATAL »Wir wollen feiern und Spaß haben«, schreit Jonas (17) aus Altenbauna auf der Bühne in das Mikrofon. Dann legen er und die fünf Mädels der Gruppe My Tube los. Die Rockmusik an der Gethsemanekirche in Altenbauna machte am Samstagabend auch die Nachbarn neugierig: Open Air auf dem Kirchenplatz - vor der extra aufgebauten Bühne tanzten Jugendliche, vier Schülerbands aus der Region wechselten sich an den Mikrofonen ab. Nach der Party gab es ab 22 Uhr noch Kino in der Kirche.
Alkohol wurde per Verbotsschild vom Platz verbannt, die jungen Leute hatten bei toller Stimmung sehr viel Spaß.
Aber zu wenig waren zum ersten gemeinsamen Jugendfest der drei Kirchengemeinden Baunatal-Mitte, Altenritte und Großenritte gekommen. Dabei waren die Organisatoren nach dem sehr gut besuchten Jugendgottesdienst noch optimistisch. »Über 100 Menschen waren in der Kirche - das machte Mut auf mehr", sagt Pfarrer Günter Törner.
Allerdings seien viele Besucher nach dem Gottesdienst wieder gegangen. Vielleicht habe sie der Eintritt von 5 Euro abgeschreckt. Der sollte ein Beitrag für die Kosten von Bühne, Film- und Tontechnik sein.
Aber nun erkenne man auch, das Ereignis zu wenig bekannt gemacht zu haben: »Wir haben uns auf SchülerVZ.« Man sei davon überzeugt gewesen, mit diesem Medium auf die Verteilung von Handzetteln an den Schulen verzichten zu können. Das soll beim nächsten Mal anders werden. (pcJunker)


Ein virtueller Blick nach Innen
100 Baunataler ließen sich für neues Plakat an der Gethsemane - Kirche fotografieren –
Ende Juni (27.06.) soll es fertig sein
VON VERA GLASS
BAUNATAL „Viele Menschen finden es schwierig, sich mit dem Kirchengebäude zu identifizieren." Pfarrer Günter Törner spricht von der Gethsemane-Kirche in Baunatal. Eine der Außenwände wirke wie eine Festung - unpersönlich und kalt. Auf den ersten Blick deute nichts auf eine Kirche hin.
Ein Platz für Neues
Gottesdienst für junge Menschen erreichte viele Generationen
BAUNATAL. Neues ausprobieren, Gemeinschaft mit Gleichgesinnten erleben, Menschen erreichen. Amelie Dieckhoff, 19 jährige Abiturientin aus Altenbauna, erklärt präzise, warum sie den ersten evangelischen Jugendgottesdienst in Baunatal-Mitte mit gestaltete.

Pilger, Puffer und Klettermaxe
Fest in und rund um die Gethsemane-Kirche zeigte Vielfalt des Gemeindelebens
VON PETER DILLING
BAU NATAL. Die Freude auch im Leid suchen. Dieses Ziel hat Pfarrer Günter Törner während seiner Predigt zum Gemeindefest, der Gethsemane Kirche thematisiert. Freude und Freunde finden, das war bei diesem Fest wohl so leicht wie sonst selten.
50-köpfige Pilgergruppe startete ihre erste Jakobsweg-Etappe
Der Weg als Ziel
ROTHENBURG/OHRENBACH – Im Mittelalter gingen die Menschen den Jakobsweg auf der Suche nach einer Wunderheilung oder damit Gott ihnen ihre Sünden vergibt. Eine Jakobspilgerschaft zählte so viel wie die Teilnahme an einem Kreuzzug. Heute sind die Motive so verschieden wie die Pilger. Nur das Ziel ist dasselbe: Santiago de Compostela. Eine 50-köpfige Gruppe machte kürzlich auf ihrer ersten Etappe in Ohrenbach und Rothenburg Station. mehr...
Pilgertour dauert sieben Jahre
50-köpfige Baunataler Gruppe will bis 2015 in Etappen 2500 Kilometer bis Santiago de
Compostela laufen
VON INGRID JÜNEMANN
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BAUNATAL. Ich bin dann mal weg - so einfach wie bei Hape Kerkeling geht das hier nicht. Denn anders als der Fernsehstar und Buchautor, der die letzten 760 Kilometer des Jakobswegs in Spanien lief, wollen die Pilger der evangelischen Kirchengemeinde Baunatal-Mitte 2500 Kilometer schaffen. Das zwar nicht am Stück, sondern in sieben Jahresetappen - aber neben dem Ziel, es bis Santiago de Compostela zu schaffen, steht der Ehrgeiz, dass alle 50 Mitwanderer – nicht nur aus Baunatal – in der Tat über sieben Jahre dabei bleiben. Samstag startet das ungewöhnliche Projekt mit der ersten Tour von Würzburg bis Heubach, 80 Kilometer vor Ulm. |
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190 Kilometer sollen in acht Tagen geschafft werden, übernachtet wird in Gemeindehäusern, Kirchen oder unterm Himmelszelt. |
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„Wir gehen die klassische Strecke", sagt Pfarrer Günter Törner, der im fünften Jahr eine Pilgertour organisiert. 2005 wurde als Erstes der Elisabethweg von Eisenach bis Marburg unter die Füße genommen. Menschen von 14 bis 75 Jahren sind diesmal dabei - mit und ohne Konfession.
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Die weiteren Etappenziele auf dem Weg zu den Reliquien des Apostels Jakobus ab 2010: Konstanz, Genf, Lyon, Roncesvalles und die letzten 760 Kilometer in zwei Abschnitten bis Santiago. Ab 2011 will man jeweils zwei Wochen wandern. Ob es bei den Stationen bleibt, werde sich zeigen, sagt Törner. Es hänge vom Schwierigkeitsgrad jeder Strecke und vor allem davon ab, ob man Quartiere finde. Auf der aktuellen Tour war das für Rothenburg/Tauber schon ein Problem. In der Stadt, die mehr auf internationale Touristen als auf bescheiden lebende Pilger setzt, musste bei der Suche nach Schlafplätzen die örtliche Zeitung helfen. |
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Pilgern macht süchtig
Wanderer schätzen unterwegs das Leben als Gemeinschaft
VON CONSTANZE JUNKER
Ein solches Miteinander wie in dieser Gemeinschaft habe sie so nirgends erlebt: Walburga Engelkamp (55), wie alle befragten Pilger in Baunatal zuhause, ließ sich 2005 von Initiator Günter Törner zum Mitpilgern überzeugen. „Pilgern macht süchtig", sagt sie heute. Die Vorfreude auf die Tour beginne bereits im Winter: „Auf der Pilgerfahrt lernt man ein ganz anderes Leben als den normalen Alltag kennen - und sich selbst auch besser", berichtet die Pilgerbegeisterte. Dabei seien die Projektpläne für die nächsten Jahre gar nicht so wichtig. Jetzt unternehmen sie diese erste Etappe der Pilgerfahrt, alles andere werde sich später ergeben. „Da werden so manches Mal nicht alltägliche Situationen einfach gemeistert.. Zum Beispiel, wenn morgens für 50 Leute nur eine Toilette und ein Waschbecken da sind", berichtet Katrin Schulz (17) über eigene Erfahrungen. Darauf freut sich auch Saya Ritze, mit 14 Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen an der Pilgerfahrt. „Ich denke, das wird eine gute Erfahrung", meint, die Schülerin. Sie freue sich auf neue Erkenntnisse über sich selbst und die gemeinsamen Wege mit den anderen Pilgern. „Der Aspekt Gemeinschaft ist hier für mich ganz wichtig", kommentiert Heike Kalusok-Fuhrmann (46) ihre stete Teilnahme. Indem man auch andere achte, fühle man sich selbst wohl. Sie erfuhr über einen Flyer von der ersten Pilgertour 2005. Den hatte ihr Sohn bekommen, die Mutter brachte in Erfahrung, dass an der Pilgerreise auch Erwachsene teilnehmen durften. Schüler, Arbeiter, Lehrer, Angestellte, Pensionäre - gepilgert wird auch 2009 generationen- und branchenübergreifend. Benedikt Wagner (20) freut sich auf das Wiedersehen mit Freunden, er ist bereits zum vierten Mal mal dabei: „Es macht großen Spaß, mit dieser Truppe zu laufen." Reinhold Bülow (65) begleitete die Pilger bisher als Fahrer. „Man ist zwar dabei, aber zu der Gemeinschaft, die den ganzen Tag zusammen läuft, redet oder schweigt, gehört man nicht richtig", meint er. Darum wird Bülow in diesem Jahr selbst gehen - gemeinsam mit seiner Frau Elvira.


Hessische Pilger unterwegs
Aufbruch in Würzburg
WÜRZBURG/SOMMERHAUSEN (mr)
Vom 8. bis 16. August ist eine 50-köpfige ökumenische Pilgergruppe aus dem hessischen Baunatal auf dem Jakobsweg unterwegs. Es ist die erste Etappe nach Santiago de Compostela.
Der Weg beginnt am 8. August um 13 Uhr in Würzburg in Don Bosco. Stationen sind: Sommerhausen, Aub, Ohrenbach, Rothenburg o. T., Wallhausen, Gründelhardt und Adelmannsfelden. Am ersten Tag wird Sommerhausen gegen 18 Uhr erreicht (19 Uhr Gottesdienst). Am nächsten Morgen geht es um 7.30 Uhr weiter in Richtung Aub.
Jakobs-Pilger kommen
ROTHENBURG - Eine 50-köpfige Pilgergruppe aus dem Raum Kassel macht auf ihrer ersten Etappe auf dem Jakobsweg auch in Ohrenbach und Rothenburg Station.
Die Jugendlichen und Erwachsenen im Alter von 14 bis 75 Jahren kommen zum größten Teil aus dem hessischen Baunatal sowie aus ganz Deutschland und legen unter der Führung von Pfarrer Günter Törner in acht Tagen rund 190 Kilometer zu Fuß zurück. Sie schlafen in Gemeindehäusern, Kirchen oder unter freiem Himmel. Sie gehen schweigend, tauschen sich aus und feiern jeden Abend einen Dankgottesdienst mit Abendmahl.
Die Jakobs-Pilger beginnen ihre erste Etappe auf dem Weg nach Santiago de Compostela in Würzburg und legen heuer die Strecke bis Heubach zurück. Dazwischen machen sie Station in Sommerhausen, Aub, Ohrenbach, Rothenburg, Wallhausen, Gründelhardt und Adelmannsfelden. In Rothenburg wird die Gruppe am Dienstag, den 11. August eintreffen und um 19 Uhr in der Franziskanerkirche einen Abendmahlsgottesdienst feiern, zu dem die Öffentlichkeit eingeladen ist. Danach übernachten sie auf Schlafmatten im Gemeindezentrum Jakobsschule. Nach einem Frühstück am nächsten Tag machen sie sich mit einem Segen wieder auf den Weg. Dazwischen sollen sie eine Führung durch die Jakobskirche bekommen.
Die Pilger unterschiedlichen Alters und Prägung leben auf ihrer Reise für eine begrenzte Zeit auf engstem Raum mit einfachen Mitteln zusammen. Allen gemeinsam ist die Unterbrechung des Alltäglichen: die Entdeckung der eigenen Grenzen, das Einüben einfachen Lebens, das Feiern der erlebten Kraft. Nach dem Motto: „Einfach leben, ist nicht einfach", lernen sie sich auf vielerlei Weise kennen, üben Verständnis und Rücksichtsnahme, um zu einer lebendigen Gemeinschaft zu finden. sis
Fränkische Anzeiger, FA Nr. 165 – Dienstag, 21. Juli 2009
VON TINA HARTUNG
BAUNATAL. „Ich gehe oft in die Kirche. Vor allem zu Ostern gehört sie dazu", sagt Inge Marth aus Altenbauna. Zahlreiche Kirchen luden zu Gottesdiensten am Gründonnerstag ein. So auch die Gethsemanekirche in Baunatal. Es sind so viele Gäste gekommen, dass das Gotteshaus bis auf den letzten Platz gefüllt ist.
Gedenken an Passahmahl
Neben Beten und Singen wird auch dem Passahmahl gedacht, das Jesus als Abschiedsmahl mit seinen zwölf Jüngern vor seiner Gefangennahme einen Tag vor Karfreitag gefeiert hat. Pfarrer Günter Törner erinnert des Weiteren an die Geschichte, wie Jesus seinen Jüngern die Füße wusch, um seine Dienstbarkeit deutlich zu machen.

Als Höhepunkt begrüßt Pfarrer Törner zwei ganz besondere Gäste. Anba Damian, Bischof der koptischen orthodoxen Kirche in Deutschland, und den koptischen Priester Hanna Makin. Zusammen mit den Konfirmanden dieses Jahres feiern sie das Abendmahl. Dabei gibt es in der Gethsemanekirche eine besondere Premiere. Beim Abendmahl wird zum ersten Mal auf der ganzen Welt in einer evangelischen Kirche der Korbau geteilt, das sakrale Brot der koptischen Kirche. „Es war der Wunsch der Konfirmanden, uns zu dem Gottesdienst einzuladen", sagt Anba Damian. Bereits im letzten Jahr habe er den Gründonnerstag in der Gethsemanekirche in Baunatal gefeiert und sehr viel Herzlichkeit erfahren.
„Diese Gemeinde ist wie eine große Familie für mich",
sagt er. Damian appelliert an die Kirchengemeinde, nicht über die eigene Lebenssituation zu klagen. jeder von uns ist sehr wertvoll", ermutigt er die Gäste. „Gott hat uns reich beschenkt. Wir dürfen mit dem Abendmahl den Leib und das Blut Christi haben und sind alle privilegierte Kinder Gottes."

Was Koffer über das Leben erzählen
50 Baunataler beteiligen sich an einem Ausstellungsprojekt des Museums für Sepulkralkultur



Eine Schau der letzten Dinge
Im Sepulkralmuseum eröffnet die ungewöhnliche Ausstellung „50 Koffer für die Ewigkeit"
Schon im Dezember war klar, dass diese Koffer einmal auf Reisen gehen würden. „50 Koffer für die Ewigkeit" hieß die Ausstellung, die damals vor 100 Zuschauern im Foyer des Baunataler Rathauses eröffnet wurde. Mit seinen Konfirmanden hatte Günter Törner, Pfarrer der Baunataler Gethsemane-Kirche, 50 Menschen aus der VW-Stadt und der Umgebung ihren letzten Koffer packen lassen. Sie wurden gefragt, was sie zurücklassen, würden, wenn sie sterben. Diese Gegenstände. Symbole und Erinnerungsstücke packten die Teilnehmer in ihre Koffer. So setzten sich die Konfirmanden auf ungewöhnliche Weise mit dem Tod auseinander.
Koffer als mutige Botschaft
Im Rathaus zu sehen: Konfirmanden erarbeiteten Ausstellung zu Tod und Ewigkeit
VON ROLF WIESEMANN
BAUNATAL. Großer Andrang im Baunataler Rathausfoyer - und das abends nach 19 Uhr. Der Grund: Aufgeklappte, altmodische Papp- und Lederkoffer mit allerlei illustrem Inhalten hatten das Interesse von weit über hundert Besuchern geweckt.

Mo + Do 8.00-18.00 Uhr / Di + Mi 8.00-16.30 Uhr
Fr 8.00-14.00 Uhr / Sa 10.00-12.00Uhr
50 Koffer für die Ewigkeit
Ausstellungseröffnung im Baunataler Rathausfoyer
Es sei trotz, dass es sich um ein eher dunkles Thema handele eine sehr lebendige Ausstellung, sagte Bürgermeister Manfred Schaub als er vergangene Woche Mittwoch die zahlreichen Gäste zur Ausstellungseröffnung „50 Koffer für die Ewigkeit" im Rathausfoyer begrüßte. Prof. Dr. Reiner Sörries, Direktor des Museums für Sepulkralkultur in Kassel, nannte es ein „ausgezeichnetes Projekt" was Pfarrer Günter Törner mit seinen Konfirmanden, dem Konfirmationsjahrgang 2009 der Kirchengemeinde Gethsemane, Baunatal-Mitte, dort auf die Beine gestellt hatte.

Das ganze Leben in einem Koffer
Konfirmanden haben ungewöhnliche Ausstellung erarbeitet, die auch ins Museum für Sepulkralkultur soll
VON PAMELA SOMMER
BAUNATAL / KASSEL. Was hinterlasse ich, wenn ich sterbe? An was werden sich andere erinnern, wenn sie an mich denken? Normalerweise beschäftigen sich Menschen erst dann mit diesen Fragen, wenn sie ein hohes Alter erreicht haben.

50 Koffer für die Ewigkeit
Baunataler Konfirmanden interviewten Bürgermeister Manfred Schaub


„Der Edersee liegt doch in Hessen“
Erste Erkenntnisse auf dem Weg nach Philippsthal
Bei strahlender Sonne trafen wir uns am Samstag in Herzhausen zu einem freudigen Wiedersehen am Edersee. Aus Wetter, Baunatal und dem Rest der BRD kamen alte wie neue Gesichter zusammen, um sich gemeinsam dem Abenteuer Pilgern zu stellen. Nach einer kurzen Einführung und Begrüßung starteten wir zum 10km-Einlaufen durch den Nationalpark Kellerwald – Edersee nach Altenlotheim.
Nach einer herzlichen Begrüßung des dortigen Bürgermeisters, ließen wir den Abend mit Grillwürsten und Lagerfeuer ausklingen. Einige wenige wagten es schon in der ersten Nacht, unter dem Sternenhimmel zu nächtigen.
Der nächste Tag begann mit dem zeitigen Weckruf des ortsansässigen Hahns um 4.50 Uhr. Nach morgendlicher Gymnastik starteten wir gut gelaunt in die 22km lange Etappe nach Bad Wildungen.
Unsere Gedanken während des traumhaft sonnigen Tages kreisten um die erste Bitte des Vater Unsers: „Geheiligt werde Dein Name.“ Wir beschäftigten uns mit der Herkunft unseres Namens und den unterschiedlichen Bezeichnungen für Gott.
In der zweiten Tageshälfte gingen wir der Frage nach, welche Momente unseres Lebens uns als besonders erfüllt in Erinnerung geblieben sind.
Für die letzten km vor dem Ziel wurden wir mit frisch gebackenem Brot und Salz von unseren, uns entgegenkommenden, Gastgebern gestärkt, mit denen wir gemeinsam im Martin – Luther – Gemeindehaus eintrafen.
Nach einem Abendmahlsgottesdienst mit der Bad Wildunger Gemeinde wurden wir großzügig bewirtet.
Nun werden erste Sonnenbrände und Blasen versorgt.
Als Fazit der ersten beiden Tage bleibt: Auch die zahlreichen Nicht – Hessen unter uns haben erfahren, dass der Edersee doch in Hessen liegt.
verfasst von Kathrin Schulz, Klara Schiefer, Sebastian Fuhr, Feline Tecklenburg, Jonas Bahr, Nikolaus Klinkel, Maren Meers, Benedikt Wagner und Kornelia Küsgen.